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16.
08.
13
von Maria Kralisch
Am 17. August beginnt das diesjährige Treffen der traditionell reisenden Wandergesellen im Holzlabor in Thalhei (CH). Die reisenden HanderkerInnen befinden sich, nach Abschluss ihrer Ausbildung für mindestens drei Jahre und einen Tag auf traditioneller Wanderschaft, wie es seit langer Zeit Brauch ist. Auch heutzutage lebt diese Tradition in verschiedenen Gesellenvereinigungen, Schächte genannt, weiter.Bei „Axt und Kelle“ reisen Gesellinnen und Gesellen verschiedener Baugewerken (Zimmersleute, SchreinerInnen, SteinmetzInnen etc.).Fester Bestandteil ihres Schachtlebens und ihrer Schachtstruktur sind die alljährlichen Treffen im Winter und im Sommer.

Zum Sommertreffen organisieren und planen sie eine gemeinsame Baustelle. Dort wird zusammen gearbeitet und von- und miteinander gelernt. Mit der Sommerbaustelle unterstützen sie ein gemeinschaftliches, gemeinnütziges und ohne wirtschaftlichen Gewinn arbeitendes Projekt. Sie arbeiten dort für Kost und Logie und bringen sich nicht nur mit ihrem Wissen und ihrer Arbeitskraft ein, sondern auch durch das kulturelle Aufeinandertreffen junger engagierter Menschen, Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz unterschiedlichen Regionen und Ländern.

Im Winter treffen sie sich, um Kontakt zu pflegen, sich für weitere Baustellen zu verabreden und um Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse die im vergangenen Jahr auf  Reisen gemacht wurden, auszutauschen. Bei den Treffen bilden sie sich zu handwerklichen und anderen Themen im Rahmen von Seminaren weiter. Ein grosser Teil dieses Treffens wird dadurch in Anspruch genommen, dass sich Projekte für die nächste Sommerbaustelle vorstellen und sich alle gemeinsam auf ein Projekt einigen, welches  im folgenden Sommer unterstützt wird.

Das Treffen dauert ca. einen Monat, jedoch wird man in Thalheim schon im Vorfeld Reisende antreffen, welche sich um die Vorbereitungen der Baustelle kümmern.

Bei der diesjährigen Baustelle handelt es sich vornehmlich um die Sanierung des Daches des ca. 200 Jahre alten Bauernhauses, in dem derzeit die Holzwerkstatt, Gemeinschafts- und Wohnräume sowie Büros für den laufenden biodynamischen Gemüsegarten und die Werkstatt des Vereins Holzlabor untergebracht sind.
Es sollen vor allem defekte Teile am liegenden Pfettendachstuhl und in den Windböcken sowie die alten Sparren ausgetauscht werden, ein neues Unterdachsystem aufgebracht und schlussendlich die gesamte Dachfläche wieder mit den alten Biberschwanzziegeln eingedeckt werden.


Des weiteren ist der Westgiebel hinter dessen Ziegelschild sich eine marode Fachwerkwand befindet zu sanieren und ebenfalls zu isolieren.
Es wird verschiedene Arbeitsgruppen geben, die sich zusätzlich um den Bau von Schleppdächern für die Scheune kümmern, eventuell eine Gruppe von Steinmetzen die derzeit noch auf der Suche nach Sponsoren für geeignetes Material sind, um kreatives in Stein zu erarbeiten, sowie diverse kleinere Kurse zu den Themen historische Sprossen- und Kastenfenster, Bau von Toren, Kalkputze, Holzschnitzerei und Druckverfahren.

Für das gesamte Bauvolumen sind wir mit einer grosszügigen Materialspende aus dem Hause Pavatex unterstützt worden und wir sind alle mehr als froh über die Paletten voll hochwertigem Baumaterial, welches auf die Verarbeitung wartet. Wir werden Zelluloseflocken zum isolieren verwenden und Pavatex Paviso Unterdachplatten verarbeiten.

Herzlichen Dank an dieser Stelle!!!

Es wird während der Baustelle weiterhin Einträge zum Stand der Dinge hier vor Ort geben, sowie Fotos dazu.

Wir verbleiben vorerst mit handwerklichem Grusse und wünschen eine angenehme Sommerszeit.
i.A. Maria fremde Tischlerin
Axt und Kelle

 

 

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