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25.04.2014
PAVATEX Werk in Cham

Das PAVATEX Werk in Cham

Resultate der Machbarkeitsstudie: Wärmeverbund in Cham hat grosses Potential

In der Einwohnergemeinde Cham stehen die Zeichen für einen Wärmeverbund günstig. Dies zeigen die Resultate einer Machbarkeitsstudie, welche von der Gemeinde und der Pavatex AG in Auftrag gegeben wurde. Die Idee des Wärmeverbunds soll deshalb weiterverfolgt werden. Die Hintergründe und das Konzept werden der Bevölkerung anlässlich einer Informationsveranstaltung am 13. Mai 2014 vorgestellt.

Die Einwohnergemeinde Cham ist seit Jahren energiepolitisch aktiv und möchte Massnahmen für eine zweckmässige Energienutzung vorantreiben. Mit den nun vorliegenden Resultaten der Machbarkeitsstudie für einen Wärmeverbund trägt die Gemeinde diesen Anstrengungen Rechnung. Laut dem beauftragten Ingenieurbüro könnte das Vorhaben wirtschaftlich umgesetzt werden, wäre ökologisch sinnvoll und sowohl von der Technik als auch vom Zeithorizont her machbar. Dabei zeigt die Studie auf, wie ein solcher Wärmeverbund konzipiert werden sollte und wann welche Wärmequelle erschlossen werden müsste. Konkret sieht das entsprechende Konzept zwei Heizentralen vor: eine für die sogenannte Hochtemperaturwärme der Pavatex und eine für die Niedertemperaturwärme der Kläranlage. Die Umsetzung würde in drei Schritten erfolgen. Demnach geht es in einer ersten Ausbauetappe darum, die Abwärme der Pavatex AG im hohen Temperaturbereich zu nutzen. Dies für die Beheizung von bestehenden Liegenschaften insbesondere im Gebiet Röhrliberg. In der zweiten Etappe sollen die Abwärme auf tieferem Temperaturniveau dazukommen sowie eine zweite Heizzentrale erstellt werden, um die Fernwärme der Kläranlage Schönau (ARA) zu nutzen. Die dritte Etappe sieht die Beheizung der Neubaugebiete Cham Nord und des Papieri-Areals mit Niedertemperatur-Fernwärme der ARA vor. Laut Konzept gäbe es damit noch ausreichend Abwärme, um weitere Vorhaben in den Gebieten Hagedorn, Rumentikon und Lindencham zu realisieren.

Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen
Um den Wärmeverbund im Vollausbau zu realisieren, rechnen die Autoren der Machbarkeitsstudie mit Kosten von rund CHF 16 Mio. Die Realisierung der ersten Ausbauetappe veranschlagt demnach rund CHF 7 Mio. Die Wirtschaftlichkeit wäre insbesondere ab der Ausführung der zweiten Ausbauetappe günstig. Mit einem kalkulierten Wärmepreis von voraussichtlich 13 Rappen pro Kilowattstunde (KWh) im Endausbau beurteilen die Experten der Machbarkeitsstudie die Markt-Chancen der Fernwärme insgesamt als gut. Der ökologische Nutzen des Wärmeverbunds wird laut den Studienleitern in der C02-Bilanz deutlich. Ein Vergeich zeigt, dass die C02-Emissionen im Vergleich zur Beheizung mit Erdgas um bis zu 80% reduziert werden könnten. Zudem kann ein hoher Anteil der Industrie- und Kläranlagen-Abwärme genutzt werden, die sonst ungenutzt verloren geht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass das gereinigte ARA-Abwasser durch die Wärmenutzung zusätzlich abgekühlt und dadurch die unerwünschte Erwärmung der Lorze veringert wird.

Zeitpunkt günstig
Der Zeitpunkt für die Umsetzung des Wärmeverbundes ist jetzt günstig, da die Pavatex AG bis Ende 2015 eine Abluftreinigungsanlage nach dem neusten Stand der Technik installieren wird. Seit mehr als einem Jahr führt Pavatex umfassende Recherchen, Messungen und Betriebsversuche durch, um eine geeignete Technologie zu evaluieren, die sowohl Gerüche effizient abscheidet wie auch eine Wärmeauskopplung erlaubt. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Die letzten Betriebsversuche im März haben die hohen Erwartungen erfüllt. Mit dem Papieri-Areal und Cham Nord stehen zudem zwei grosse Überbauungen in absehbarer Zeit vor der Realisierung, die von Anfang an durch den Wärmeverbund versorgt werden könnten.

Ziel: Investor im Herbst
Die Gemeinde möchte das erkannte Potential ausschöpfen und gemeinsam mit der Pavatex und der Kläranlage Schönau die Realisierung des Wärmeverbundes vorantreiben. Ziel ist es im Herbst 2014 einen Investor und Betreiber zu bezeichnen, bis im Sommer 2015 die Detailplanung vorzunehmen und die nötigen Bewilligungen einzuholen, damit die erste Ausbauetappe des Wäremverbundes auf die Heizsaison 2016/2017 realisiert werden kann. Als ersten Schritt stellt die Einwohnergemeinde Cham die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie zusammen mit dem gemeindlichen Energieplan der Öffentlichkeit vor. Die Veranstaltung findet im Beisein verschiedener Vertreter der Gemeinde und der Pavatex AG sowie den Studienverantwortlichen am Dienstag, 13. Mai 2014, im Lorzensaal statt.

Energieplan der Gemeinde liefert Basis
Den Auftrag für die Machbarkeitsstudie hatten die Einwohnergemeinde Cham und die Holzverarbeiterin Pavatex AG im vergangenen September an das Ingenieurbüro Durena vergeben. Dies aufgrund der Erkenntnisse aus dem Energieplan der Gemeinde. Der Plan zeigt auf, welche Gebiete über bestimmte Energieträger oder Abwärmequellen verfügen und wie diese am effizientesten genutzt werden können.  Demnach stellt die Abwärme der Kläranlage Schönau sowie der Pavatex ein wichtiges Energiepotential für Cham dar. Der Energieplan der Gemeinde Cham ist auf der Webseite http://www.cham.ch unter Energiestadt zu finden.

Resultate der Machbarkeitsstudie: Wärmeverbund in Cham hat grosses Potential

In der Einwohnergemeinde Cham stehen die Zeichen für einen Wärmeverbund günstig. Dies zeigen die Resultate einer Machbarkeitsstudie, welche von der Gemeinde und der Pavatex AG in Auftrag gegeben wurde. Die Idee des Wärmeverbunds soll deshalb weiterverfolgt werden. Die Hintergründe und das Konzept werden der Bevölkerung anlässlich einer Informationsveranstaltung am 13. Mai 2014 vorgestellt.

Die Einwohnergemeinde Cham ist seit Jahren energiepolitisch aktiv und möchte Massnahmen für eine zweckmässige Energienutzung vorantreiben. Mit den nun vorliegenden Resultaten der Machbarkeitsstudie für einen Wärmeverbund trägt die Gemeinde diesen Anstrengungen Rechnung. Laut dem beauftragten Ingenieurbüro könnte das Vorhaben wirtschaftlich umgesetzt werden, wäre ökologisch sinnvoll und sowohl von der Technik als auch vom Zeithorizont her machbar. Dabei zeigt die Studie auf, wie ein solcher Wärmeverbund konzipiert werden sollte und wann welche Wärmequelle erschlossen werden müsste. Konkret sieht das entsprechende Konzept zwei Heizentralen vor: eine für die sogenannte Hochtemperaturwärme der Pavatex und eine für die Niedertemperaturwärme der Kläranlage. Die Umsetzung würde in drei Schritten erfolgen. Demnach geht es in einer ersten Ausbauetappe darum, die Abwärme der Pavatex AG im hohen Temperaturbereich zu nutzen. Dies für die Beheizung von bestehenden Liegenschaften insbesondere im Gebiet Röhrliberg. In der zweiten Etappe sollen die Abwärme auf tieferem Temperaturniveau dazukommen sowie eine zweite Heizzentrale erstellt werden, um die Fernwärme der Kläranlage Schönau (ARA) zu nutzen. Die dritte Etappe sieht die Beheizung der Neubaugebiete Cham Nord und des Papieri-Areals mit Niedertemperatur-Fernwärme der ARA vor. Laut Konzept gäbe es damit noch ausreichend Abwärme, um weitere Vorhaben in den Gebieten Hagedorn, Rumentikon und Lindencham zu realisieren.

Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen
Um den Wärmeverbund im Vollausbau zu realisieren, rechnen die Autoren der Machbarkeitsstudie mit Kosten von rund CHF 16 Mio. Die Realisierung der ersten Ausbauetappe veranschlagt demnach rund CHF 7 Mio. Die Wirtschaftlichkeit wäre insbesondere ab der Ausführung der zweiten Ausbauetappe günstig. Mit einem kalkulierten Wärmepreis von voraussichtlich 13 Rappen pro Kilowattstunde (KWh) im Endausbau beurteilen die Experten der Machbarkeitsstudie die Markt-Chancen der Fernwärme insgesamt als gut. Der ökologische Nutzen des Wärmeverbunds wird laut den Studienleitern in der C02-Bilanz deutlich. Ein Vergeich zeigt, dass die C02-Emissionen im Vergleich zur Beheizung mit Erdgas um bis zu 80% reduziert werden könnten. Zudem kann ein hoher Anteil der Industrie- und Kläranlagen-Abwärme genutzt werden, die sonst ungenutzt verloren geht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass das gereinigte ARA-Abwasser durch die Wärmenutzung zusätzlich abgekühlt und dadurch die unerwünschte Erwärmung der Lorze veringert wird.

Zeitpunkt günstig
Der Zeitpunkt für die Umsetzung des Wärmeverbundes ist jetzt günstig, da die Pavatex AG bis Ende 2015 eine Abluftreinigungsanlage nach dem neusten Stand der Technik installieren wird. Seit mehr als einem Jahr führt Pavatex umfassende Recherchen, Messungen und Betriebsversuche durch, um eine geeignete Technologie zu evaluieren, die sowohl Gerüche effizient abscheidet wie auch eine Wärmeauskopplung erlaubt. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Die letzten Betriebsversuche im März haben die hohen Erwartungen erfüllt. Mit dem Papieri-Areal und Cham Nord stehen zudem zwei grosse Überbauungen in absehbarer Zeit vor der Realisierung, die von Anfang an durch den Wärmeverbund versorgt werden könnten.

Ziel: Investor im Herbst
Die Gemeinde möchte das erkannte Potential ausschöpfen und gemeinsam mit der Pavatex und der Kläranlage Schönau die Realisierung des Wärmeverbundes vorantreiben. Ziel ist es im Herbst 2014 einen Investor und Betreiber zu bezeichnen, bis im Sommer 2015 die Detailplanung vorzunehmen und die nötigen Bewilligungen einzuholen, damit die erste Ausbauetappe des Wäremverbundes auf die Heizsaison 2016/2017 realisiert werden kann. Als ersten Schritt stellt die Einwohnergemeinde Cham die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie zusammen mit dem gemeindlichen Energieplan der Öffentlichkeit vor. Die Veranstaltung findet im Beisein verschiedener Vertreter der Gemeinde und der Pavatex AG sowie den Studienverantwortlichen am Dienstag, 13. Mai 2014, im Lorzensaal statt.

Energieplan der Gemeinde liefert Basis
Den Auftrag für die Machbarkeitsstudie hatten die Einwohnergemeinde Cham und die Holzverarbeiterin Pavatex AG im vergangenen September an das Ingenieurbüro Durena vergeben. Dies aufgrund der Erkenntnisse aus dem Energieplan der Gemeinde. Der Plan zeigt auf, welche Gebiete über bestimmte Energieträger oder Abwärmequellen verfügen und wie diese am effizientesten genutzt werden können.  Demnach stellt die Abwärme der Kläranlage Schönau sowie der Pavatex ein wichtiges Energiepotential für Cham dar. Der Energieplan der Gemeinde Cham ist auf der Webseite http://www.cham.ch unter Energiestadt zu finden.

25.04.2014
PAVATEX Werk in Cham

Das PAVATEX Werk in Cham

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Rte de la Pisciculture 37 
CH-1701 Fribourg 

Telefon: +41 (0)26 426 31 11 
Telefax: +41 (0)26 426 32 00


 
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