Der voraussichtlich heißeste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen steigert die Nachfrage nach Klimageräten. In Deutschland laufen bereits über zwei Millionen Klimageräte, jedes Dritte davon in Wohngebäuden. Dort hat sich der Absatz seit 2005 nahezu verdoppelt. Fatalerweise befördern die CO2-Emissionen aus dem Betrieb von Klimageräten gleichzeitig deren Nachfrage. Was die meisten aber übersehen, sind die Folgekosten. Schnell können weit über 150 Euro Stromkosten zusätzlich in einem Sommer zusammenkommen. Ein neuer, interaktiver Hitzeschutzratgeber der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „klima-sucht-schutz“ rechnet für vorhandene Klimageräte Stromkosten und CO2-Emissionen aus, und zeigt praktische Alternativen auf. Den Hitzeschutzratgeber gibt´s für Haus- und Wohnungseigentümer sowie für Mieter unter http://www.klima-sucht-schutz.de/energiesparen/energiespar-ratgeber/hitzeschutzratgeber.html
Einige Statements zum sommerlichen Hitzeschutz:
Naturschutzbund Deutschland:
Durchlüftung, Entsiegelung und Begrünung sind genauso wichtig, wie gut isolierte Gebäude und richtiges Lüften. Mehr Klimaanlagen machen das Problem wegen ihres Energiehungers nur noch schlimmer.
Stiftung Warentest:
Aus Umweltsicht sind Klimageräte wegen ihres Stromverbrauchs keine empfehlenswerten Produkte.
Kampagne „klima-sucht-schutz“:
Sommerlicher Wärmeschutz bei Häusern ist mit der richtigen Dämmung besonders nachhaltig, denn sie spart auch Energie im Winter. Bis zu zwei Drittel der Heizenergie kann ein rundum gedämmtes Haus im Winter einsparen – bis zu 80 Grad heiß wird ein ungedämmter Dachstuhl im Sommer. Wie wichtig eine gut funktionierende Dämmung ist, liegt auf der Hand. Aber Dämmung ist nicht gleich Dämmung: Die vielen verschiedenen Dämmmaterialien weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Während für eine gute Wärmedämmung im Winter eine möglichst geringe Wärmeleitzahl des Materials auf gute Dämmeigenschaften hinweist, ist für das Abhalten der Hitze im Sommer eine möglichst hohe Rohdichte des Materials gefragt. Glücklicherweise gibt es Stoffe, die sich als Universaltalente herausgestellt haben und sommers wie winters ihrer Bestimmung einwandfrei nachkommen. Laut einer umfassenden Studie der Energieagentur Nordrhein-Westfalen bieten vor allem die auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Dämmmaterialien Holzfaser und Kork positive Eigenschaften für die kalte und die warme Jahreszeit.
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